
Rückblick Gemeindereise Solothurn
Schön war's...
Eine überschaubare Reisegruppe machte sich am 30. Mai bei sommerlichen Temperaturen im Kleinbus auf den Weg nach Solothurn. Dass die Reise erstmals an einem Samstag stattfand, war ein Experiment. Dennoch reisten wir im gewohnten Rahmen und konnten eine Stadtführung, ein feines Essen und vor allem die Gemeinschaft geniessen.
Solothurn ist als schönste Barockstadt der Schweiz bekannt. Wir erfuhren jedoch, dass die französische Kultur die Stadt wohl stärker geprägt hat als der Barock. Gerade diese französische Verbindung war auch mitentscheidend dafür, dass Solothurn in der Reformationszeit katholisch blieb. Am prägendsten für die Stadtkultur ist aber die «heilige» Zahl 11: Sie spielt in Solothurn seit Jahrhunderten eine besondere Rolle. Viele Geschichten und Bauwerke der Stadt stehen mit dieser Zahl in Verbindung. So sollen die Stadtheiligen Urs und Viktor laut einer Legende in der 11. Thebäischen Legion gedient haben. Wegen ihres christlichen Glaubens wurden sie in Solothurn hingerichtet. Solothurn wurde ausserdem als 11. Stand in die Eidgenossenschaft aufgenommen. Auch heute begegnet man der Zahl 11 überall in der Stadt: Es gibt 11 Kirchen und Kapellen, 11 Brunnen und 11 Türme. Früher gab es zudem jeweils 11 Zünfte, Vogteien, Domherren und Kapläne. Dadurch wurde die Zahl 11 zu einem wichtigen Teil der Solothurner Tradition. Trotz aller Heiligkeit: Das Öufi-Bier schafft im Vergleich zum Baarer Bier dann doch keine glatte Zwölf.
Manuel Bieler