Warten und Hoffen

Ich habe Pläne für die Ferien gemacht und denke zugleich an das vergangene
Jahr zurück. Ich erinnere mich an den feinen Sand am Meer, an das Rauschen
der Wellen, den erfrischenden Wind und den unendlich weiten Himmel.

Ich bitte dich, Gott: Hilf mir auch in diesem besonderen Sommer 2020, hilf mir
auch im Alltag zu sehen, dass du es bist, der die Berge macht und den Wind
schafft, und zeige mir, was du mit unserer Erde im Sinn hast.

"So lange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und
Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht (Genesis 8,22)". Dieses Wort aus
dem 1. Buch der Bibel beschreibt mit vier Gegensatzpaaren den Rhythmus
des Lebens: Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

Immer braucht es eine Zeit, in der die menschliche Kraft etwas einbringt in
Gottes Schöpfung. Das muss wachsen und braucht Pflege. Der Wechsel der
Arbeit wird genannt zwischen Alltag und Sonntag, zwischen Ausatmen und
Einatmen, zwischen Tag und Nacht. Und ich bin selbst verantwortlich dafür,
dass mein Leben im Gleichgewicht bleibt.

Die letzten Monate haben es gezeigt: Mein Leben kann aus dem normalen,
gewohnten Rythmus geraten. Doch auch das gehört zum Leben. Ich muss
mich den Höhen und Tiefen des Auf und Ab stellen, wenn sie mich
überraschen oder überfallen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine schöne Sommerzeit.

Ihre Pfarrerin Corinna Boldt
 

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