Boom der Nachbarschaft: Zwischen Nähe und Distanz


Nachbarschaft hat in den letzten Monaten infolge der Corona-Krise spürbar an Bedeutung gewonnen. Auch die Reformierte Kirche Kanton Zug hat sie gefördert. Doch wie viel Nähe zu Nachbarinnen und Nachbarn ist langfristig überhaupt wünschenswert?

«Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt», heisst es in Schillers «Wilhelm Tell». Der wohlformulierte Gedanke war bereits zur Entstehungszeit des Dramas anfangs des 19. Jahrhunderts alles andere als neu. Schon über 2500 Jahre zuvor dichtete der griechische Autor Hesiod: «Ein böser Nachbar ist ein ebenso grosses Übel, wie der gute ein Segen ist.» Ach, die lieben Nachbarn! Und die Nachbarinnen! Seit je verbindet uns mit ihnen ein komplexes Verhältnis. Denn die eigenen vier Wände sind für uns von höchster Bedeutung, schon fast ein Heiligtum – sie sind Rückzugsgebiet, Hort der Geborgenheit, der Raum, in dem wir ganz wir selber sein können und uns von niemandem etwas sagen lassen wollen. Das Verhältnis zu jenen, die diesem Raum nahe kommen, ohne dass man sie darum gebeten hat, ist naturgemäss sensibel. Die Aargauer Zeitung zitierte kürzlich eine Studie, die besagte, dass sich 64 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer über die Nachbarn aufregen. In der Regel kommt es dann zu Konflikten, wenn man sich durch die anderen in der eigenen Lebensführung eingeschränkt fühlt oder die Nachbarn als übergriffig empfindet. Lärm, Grillgestank oder über die Grenze hängende Äste sind häufige Streitpunkte.

Heute eher «soziale Nachbarschaft»
Weil das Verhältnis zu den Nachbarn sensibel ist, halten es viele für einfacher, den Ball diesbezüglich möglichst tief zu halten – sprich: mit dem Nachbarn, der Nachbarin so wenig wie möglich zu tun zu haben. Bloss keinen Kontakt zu den Leuten hinter der nächsten Türe, das bringt nur Schwierigkeiten! Verkracht man sich mit einem Freund, kann man die Freundschaft beenden. Verkracht man sich mit der Nachbarin, bleibt diese trotzdem die Nachbarin – schlimmstenfalls bleibt einem dann nur, an einen anderen Ort zu ziehen. Heute kann man sich Zurückhaltung gegenüber den Leuten in der Nähe auch leicht leisten, denn Beziehungsnetze lassen sich sehr weit auswerfen; es ist dank Skype kein Problem mehr, aktive Freundschaften zu Menschen zu pflegen, die auf der anderen Seite des Erdballs leben. Die Mobilität der Gesellschaft hat dazu geführt, dass wir oft an unterschiedlichen Orten arbeiten und wohnen; es fällt uns daher leicht wie nie, die Nachbarn zu ignorieren, denn wir sind tagsüber ja nicht mit ihnen konfrontiert und können uns fast rund um die Uhr mit Menschen umgeben, die wir uns ausgewählt haben. In diesem Zusammenhang spricht man von «sozialer Nachbarschaft», die mit der räumlichen nichts zu tun hat.

Gegentrend zur Anonymisierung ?
Die Corona-Krise hat indessen wieder einmal gezeigt, dass echte Nachbarn nicht einfach eine Art notwendiges Übel sind, sondern auch eine wertvolle Stütze im Alltag sein können. Der Lockdown verkleinerte die Welt für die meisten Menschen und warf sie auf das unmittelbare physische Umfeld zurück. Die Nachbarschaft gewann vor diesem Hintergrund innerhalb kürzester Zeit massiv an Bedeutung; man konnte den Eindruck gewinnen, ein lang unterdrücktes Bedürfnis dränge wieder an die Oberfläche. Überall schossen Nachbarschaftshilfen aus dem Boden, auf unzähligen Kleinplakaten boten sich Menschen als Einkaufshilfe für betagte Nachbarinnen und Nachbarn an. Lukas Dettwiler, Sozialdiakon der reformierten Kirche Baar, sagt: «Es war offenbar mehr an Solidarität unter Nachbarn da, als man dachte. Der Gedanke, dass man einander helfen muss, war wohl nie ganz weg. Dabei könnte man ja denken: In unserer individualisierten Gesellschaft schaut jeder nur für sich.» Das Gute sei eindeutig bereits da gewesen und jetzt einfach hervorgekommen. «Die Leute haben recht gut aufeinander geschaut und sich spontan organisiert », so Lukas Dettwiler. «Da brauchte es kein Riesennetzwerk der Kirche.» 

Einst überlebenswichtige Schicksalsgemeinschaft
Der Boom der Nachbarschaft zu Zeiten von Corona könnte einem anderen Megatrend entsprechen: Je stärker wir uns globalisiert fühlen, desto mehr sehnen wir uns nach dem unmittelbar Nahen. Das Dorflädeli und «Made in Zug» finden wir heimeliger als internationale Ketten und Produkte aus dem Nirgendwo. Sich mit dem unmittelbaren Wohnumfeld zu identifizieren, bleibt bei allen Vorbehalten vor zu viel Nähe ein tiefsitzender Wunsch. Allerdings: Man sollte nicht zu viel Geld darauf verwetten, dass die positive Entwicklung der letzten Monate bezüglich Nachbarschaft nachhaltig ist. Die Geschichte zeigt: Die Nähe zum Nachbar ist einem ständigen Wandel unterworfen. Der Begriff «Nachbar» hat seine Wurzeln im Althochdeutschen. Im 8. Jahrhundert bezeichnete man den nächstwohnenden Bauern als «nahgibur». Mit ihm verband einen eine überlebenswichtige Schicksalsgemeinschaft; man half einander gegenseitig aus, etwa bei der Ernte und beim Hausbau, oder man verwaltete gemeinsam Quellen und Wege. Ein echter Selbstläufer scheint die Organisation der gegenseitigen Unterstützung aber schon damals nicht gewesen zu sein: Aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit sind uns zahlreiche Bestimmungen und Statuten überliefert, mit denen Nachbarschaften geregelt wurden. Auch der legendäre Benimm-Experte Adolph Knigge hob seinen Zeigefinger, wenn es um Nachbarschaft ging: «Nächst den Personen deiner Familie bist du am ehesten den Nachbarn und Hausgenossen Rat, Tat und Hilfe schuldig », mahnte er.

Herausforderungen helfen
Die Industrialisierung veränderte die Bedeutung der Nachbarschaft dann vielerorts grundlegend; Arbeiter zogen in neue städtische Überbauungen und waren kaum noch aufeinander angewiesen. Besondere Herausforderungen führten und führen aber weiterhin dazu, dass die Menschen in der direkten Umgebung wichtig werden. Dazu gehört zum Beispiel die Elternschaft: Wer Nachwuchs hat, schliesst sich oft pragmatisch mit anderen Familien der Nachbarschaft zusammen, um gegenseitig die Kinder zu hüten, sie gemeinsam zur Krippe zu bringen oder sie miteinander spielen zu lassen. Weil der Bewegungsradius mit kleinen Kindern eingeschränkt ist, begegnet man einander ohnehin die ganze Zeit – auf dem Spielplatz, beim Einkaufen und so weiter. Da kann man einander ja gleich unterstützen. Ein anderer wichtiger Nachbarschaftskitt sind Krisen, wie jetzt auch die Covid-19-Pandemie gezeigt hat. Kriege zum Beispiel wirken sich immer stark auf die nachbarschaftliche Solidarität aus. Das liess sich in Deutschland beobachten, wo die Menschen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und in den ersten Jahren danach stark zusammenrückten. Es war buchstäblich überlebenswichtig, Unterstützung im näheren Umfeld zu finden. Und es war auch seelisch notwendig – wenn die Welt einzustürzen scheint, braucht der Mensch Nestwärme.

Und dann wieder auf Distanz!
Nachbarschaftsbande, die auf besonderen Herausforderungen oder Krisen beruhen, sind allerdings oft zeitlich limitiert. Benachbarte Eltern, die während der anstrengenden Kleinkinderphase in intensivem Austausch gestanden sind, entfremden sich oft wieder voneinander, wenn sich die familiäre Situation ändert und man einander weniger braucht. Und auch Krisen sorgen nicht grundsätzlich für dauerhafte Beziehungen. In Deutschland, wo Nachbarn nach 1945 so wichtig waren, zogen beim Wirtschaftsaufschwung viele in Einfamilienhäuschen. Man wollte wieder für sich sein und möglichst unabhängig von den Menschen von nebenan leben. Zudem konnte man die Nachbarn durch einen Umzug zwar nicht aussuchen – aber da jede Umgebung eine bestimmte Art Menschen anzieht, hatte man eben doch einen gewissen Einfluss darauf, mit wem man die Strasse teilt.

Eine Sache für Profis?
Nähe und Distanz – diese Pole prägen die Beziehungen zu Nachbarn wesentlich, sie sind offenbar das Hauptthema bei der Nachbarschaft. Der Sozialpsychologe Volker Linneweber sagt: «Gute Nachbarschaft ist eigentlich eine, die offen ist, in der man respektiert, dass es ein Mehr oder Weniger an Nähe gibt. Dass man die Bedürfnisse der Nachbarn akzeptiert, ohne sich dem zu unterwerfen. » Das alles ist anspruchsvoll – so anspruchsvoll, dass man das Terrain mehr und mehr Fachleuten überlässt. Bei neuen Grossüberbauungen gehört es schon fast zum guten Ton, dass sich Siedlungsentwickler und professionelle Impulsgeber mehr oder weniger diskret um den Aufbau einer funktionierenden Nachbarschaft kümmern. Die Nachbarschaft wird nicht dem Zufall überlassen; man sucht das Gespräch, bindet alle ein, versucht, den Beziehungen Leben einzuhauchen.

Modell aus Japan
Organisierte Nachbarschaftshilfe gibt es auch in Zug. Die Ökumenische Wegbegleitung Kanton Zug, die von den Landeskirchen getragen wird, bildet sogenannte Tandems: Eine freiwillige Person trifft eine hilfesuchende regelmässig. Im Vordergrund steht weniger die Einkaufshilfe als der soziale Kontakt. Dann gibt es auch die KISS Genossenschaften Zug und Cham, die seit einigen Jahren Nachbarschaftshilfe organisieren. Edith Stocker, Geschäftsleiterin in Zug und Gründungsmitglied, erzählt über die Entstehung: «Wir waren ein paar Frauen, die sich mit Sozialpolitik beschäftigten und sahen, in welche Richtung die Entwicklung geht: dass die klassische Nachbarschaftshilfe immer weiter zurückgeht. Wir beobachteten die internationale Szene und fanden in Japan das Modell, das eine gebende mit einer nehmenden Person zusammenführt. » Bei der Hilfe geht es um Alltagsassistenz, Büroadministration, kleine Arbeiten im Garten, Soziales. Ziel ist, dass die Nehmenden länger selbstständig daheim bleiben können und nicht vereinsamen. Die Gebenden erhalten für ihre Dienste sogenannte Zeitgutschriften, die sie bei einem eigenen Notfall oder im höheren Alter bei anderen KISS-Mitgliedern einlösen können. Dadurch ist die Begegnung zwischen Gebenden und Nehmenden eher auf Augenhöhe – beide haben etwas davon. Und auch sonst liegt der Profit keineswegs nur bei den Nehmenden. «Wir haben je länger je mehr jüngere Mitglieder», sagt Edith Stocker. «Das sind oft Familien, die von weither in den Kanton ziehen, hier keine Verwandten haben – aber ihre Kinder nicht ohne die ältere Generation aufziehen wollen. Sie suchen dann sozusagen ein Ersatzgrosi.»

Komplex, aber wichtig
In der Corona-Krise spürte auch Edith Stocker: Es hat sich etwas geändert. «Entweder ist das Nachbarschaftsempfinden wieder neu aufgelebt – oder es war immer da und hat nur geschlummert!» Viele hätten sich selber organisiert, in Mehrfamilienhäusern und Quartieren habe man aufeinander geschaut. «Das hat mich positiv überrascht.» Allerdings – so überrascht dann auch wieder nicht, schränkt Edith Stocker gleich ein. «Zu helfen, das ist doch einfach ein Reflex bei uns Menschen! Wenn auf der Strasse jemand vor mir umfällt, gehe ich auch hin und helfe.» Die von allen Zuger Gemeinden gemeinsam koordinierte Nachbarschaftshilfe, bei der auch KISS Zug und Cham, die Freiwilligenorganisation Benevol, Pro Senectute oder Nachbarschaftshilfe Ägerital mitwirkten, habe in der Krise rasch viele Leute gefunden, die helfen wollten. «Die Nehmenden waren aber zunächst eher zurückhaltend. Es ist für viele nicht einfach, Hilfe anzunehmen, man ist nicht gern abhängig und Bittsteller.» Ob der Boom der Nachbarschaftshilfe nur vorübergehend ist, kann Edith Stocker nicht sagen. «Ich wünsche mir, dass sich wirklich etwas verändert hat. Ich glaube, der eine oder die andere hat jetzt erkannt, wie verletzlich unsere Gesellschaft und wie wichtig das Zusammenstehen manchmal ist.» Aber natürlich lasse sich die Entwicklung nicht vorhersagen. «Werden die sozialen Spannungen grösser und geht es der Wirtschaft schlechter, kann es auch wieder auf die andere Seite kippen!», hält Edith Stocker fest. Die Nachbarschaft bleibt eben eine komplexe Sache – aber eine, mit der man sich auch ausserhalb einer Krise durchaus beschäftigen sollte. Bei aller Internationalisierung und Individualisierung: Wir brauchen manchmal einfach den Menschen hinter der nächsten Türe.
 

«Eine tröstende Erfahrung!»

Der Baarer Sozialdiakon Bruno Baumgartner beschäftigt sich beruflich intensiv mit Nachbarschaft – er vertritt zum Beispiel die Reformierte Kirche bei der Ökumenischen Wegbegleitung.

Ist Nachbarschaft für die Sozialdiakonie ein Thema?
Bruno Baumgartner: Ein ganz grosses sogar. Sozialdiakonie basiert auf dem Gedanken, dass alle Menschen in unserer Gesellschaft einen Platz haben und spüren, dass sie irgendwo daheim und willkommen sind. Das unmittelbare Umfeld hat viel mit diesem Gefühl zu tun. Ich stelle fest, dass es immer mehr ältere Personen gibt, deren familiäres Umfeld weit weg ist, vielleicht sogar im Ausland. Für sie ist es elementar, dass sie sich in der Nachbarschaft aufgehoben fühlen. Ist jemand aufgeschmissen, etwa wegen eines Unfalls, kann die räumliche Nachbarschaft am schnellsten reagieren und Unterstützung anbieten.

Warum ist gute Nachbarschaft nicht einfach eine Selbstverständlichkeit?
Wir alle sind Individualisten, und wir haben schnell das Gefühl, nachbarschaftliche Beziehungen führten zu Sozialkontrolle – dem weichen wir gern aus. Man fühlt sich rasch einmal beobachtet, da sind wir sehr empfindlich geworden. Solang es einem gut geht, braucht man Nachbarschaft ja auch nicht unbedingt. Während der Corona-Krise waren aber plötzlich viele auf das direkte Umfeld angewiesen … Ja, und es war eindrücklich zu sehen, wie plötzlich Dinge funktionierten, die sonst überhaupt nicht selbstverständlich sind. Es gab eine sehr grosse Bereitschaft zu helfen. Bei uns meldeten sich viel mehr Freiwillige als solche, die Hilfe benötigten, das Verhältnis lag etwa bei drei zu eins. Viele hatten Zeit und wollten diese sinnvoll nutzen.

Warum wurde nicht mehr Hilfe beansprucht?
Sie wurde beansprucht – aber ich stellte fest: In vielen Häusern und Quartieren hatte sich die Nachbarschaftshilfe bereits ganz spontan entwickelt. Das berührte mich sehr: Die Leute schauten selber aufeinander, fragten Menschen der Risikogruppen, ob sie für sie einkaufen gehen können und so weiter. Es brauchte dafür keine institutionelle Lösung. Für mich war das eine tröstende Erfahrung. Ich habe den Aufbau von Nachbarschaft immer auch als Knochenarbeit empfunden, und jetzt sehe ich: Wenn es wirklich wichtig ist, funktioniert Nachbarschaft einfach so.

Ist diese Entwicklung nachhaltig? Hat die Corona-Krise die Nachbarschaft generell gestärkt?
Bei den Menschen, die sich engagiert haben, hat sich bestimmt einiges verändert. Ich habe oft gehört, dass die Begegnungen grosse Freude machten. Die älteren Menschen hatten Freude an den Jungen, die für sie einkaufen gingen, die jüngeren Leute empfanden es als Bereicherung, einen älteren Menschen kennenzulernen. Ich glaube, die Begegnungen beeinflussen die Bilder, die wir uns von anderen Generationen machen. Andererseits glaube ich aber auch, dass die Einsätze aufgrund der Corona-Krise wohl dem Zeitgeist entsprechen, der bezüglich Freiwilligenarbeit herrscht: Man will sich nur vorübergehend engagieren. Bei der Corona-Krise war ja absehbar, dass man sich nicht ewig, sondern zeitlich limitiert verpflichtet. Mal schauen, wie viele neue Freiwillige es nach Ende der Corona-Krise gibt!

Was braucht es generell für eine gute Nachbarschaft – zunächst einmal in institutioneller Hinsicht?
Einen niederschwelligen Zugang zu den Menschen im Quartier. Es braucht Treffmöglichkeiten und eine Gemeinwesensarbeit, die ein räumliches Zentrum hat. Und es braucht auch eine gewisse Animation, damit die Treffpunkte genutzt werden, zum Beispiel eine Koordinationsstelle.

Und was braucht es individuell, damit Nachbarschaft funktioniert?
Man muss einander offen begegnen – aber auch mit ausreichend Sensibilität hinsichtlich der Grenzen. Wir leben in einem Sechsfamilienhaus und haben eine gute Hausgemeinschaft, die auf ganz normalem Kontakt und einem wohlwollenden Umgang basiert, ohne dass es ins Persönliche greift. Jeder ist anders, und darauf muss man Rücksicht nehmen. Eine will mit einem einen Schwatz halten, ein anderer will den Kontakt auf ein «Grüezi» beschränken – diese Unterschiede muss man unbedingt akzeptieren.


Text: Marius Leutenegger, Kirche Z 7-8/2020

 

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